Aug - 29 - 2011

Die Futtermittelproduktion unterliegt mittlerweile vielen staatlichen Beschränkungen und Auflagen, die mit denen für menschliche Nahrungsmittel vergleichbar sind. Besonders für landwirtschaftliche Nutztiere gibt es strenge Bestimmungen hinsichtlich der verfütterten Nahrung, da diese für die Leistung und die gute Gesundheit der Tiere verantwortlich ist. Beim Heimtierfutter geht es ebenfalls um eine bedarfsgerechte Zufuhr von Nährstoffen, die dem Tier schmeckt und es gesund und aktiv hält.

Aufgrund mehrerer Skandale in der Futtermittelindustrie sind die anwendbaren Vorschriften immer weiter verschärft worden. Mittlerweile ist die Produktion in sämtlichen Teilen strengen Kontrollen unterworfen. Hinsichtlich ihres Nutzens, der Qualität und des Marktwerts werden fortlaufende wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabellen eingetragen werden. Anhand von speziellen Plänen wird ermittelt, welche Mengen an Futtersorten den Tierbeständen zugeführt werden müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Regelmäßig ist unter der Bezeichnung Futtermittel nur pflanzliche Nahrung zusammengefasst. Dazu zählen Gräser, Getreide, Rüben oder Kartoffeln. Eine weitere Unterteilung erfolgt nach Tiergruppen, für die das jeweilige Futter am besten geeignet ist. Besonders stärkereiche Nahrung – hierzu zählen Kartoffeln und Getreide – eignet sich besonders gut für Schweine und alle Arten von Wiederkäuern. Grünfutter wie Mais und Gras wird von Pferden und Wassergeflügel bevorzugt. Eine weitere Unterteilung kann nach der Funktion vorgenommen werden: Neben Einzel- und Mischfutter gibt es auch spezielle Varianten, die beispielsweise bei der ökologischen Aufzucht von Schlachtvieh zum Einsatz kommen. Häufig werden Vitamine, Spurenelemente und andere essenzielle Nährstoffe zugesetzt, um eine ausreichende Versorgung des Tieres zu gewährleisten.

In der heimischen Tierhaltung geht es ebenfalls darum, das Haustier mit dem Nötigsten zu versorgen. Hier wird jedoch häufig großer Wert auf den Geschmack sowie die Präsentation des Produktes gelegt. Einige Haustiere können dadurch regelrecht wählerisch werden, was die angenommene und abgelehnte Nahrung angeht. Hier können kostenlose Futterproben aus einem Fachgeschäft weiterhelfen: Eine testweise Fütterung zeigt, ob der Hund, die Katze, der Fisch oder der Vogel das Nahrungsmittel annimmt und verträgt. Der Tierhalter sollte darauf achten, dass sämtliche lebensnotwendigen Nährstoffe im gewählten Futter vorhanden sind. Dies ist jedoch zumeist durch die bedarfsgerechte Produktion gewährleistet – mittlerweile gibt es für so gut wie jede Tierart auch das entsprechende Spezialfutter.


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