Echsen und Amphibien leben vorwiegend in subtropischen und tropischen Klimazonen, das heißt, sie würden bei dem kalten Wetter hierzulande nicht überleben. Terrarien, die in einem gut klimatisierten Wohnraum stehen, simulieren zwar die konstant hohen Außentemperaturen, die in der Heimat der exotischen Haustiere herrschen, allerdings fehlt bspw. den meisten Reptilien die Sonne als wichtiger Temperaturregulator in einem normalen Wohnraum. Reptilien, Amphibien und wirbellose Tiere sind nicht in der Lage, ihre eigene Körpertemperatur konstant hochzuhalten. Das liegt an ihrem Kreislaufsystem, welches nicht geschlossen funktioniert. Die Tiere legen sich tagsüber in die Sonne, damit die Wärmestrahlung ihren Körper aufheizt. Wärmestrahlung im Terrarium kann über warme Lampen generiert werden, die in speziellen Terrarium-Shops angeboten werden. Man solle unbedingt darauf achten, dass die Lampe auch das passende Strahlungsspektrum umfasst, damit die Sonnenstrahlung so gut wie möglich simuliert wird, da die Tiere andernfalls auskühlen würden.
Eine weitere Möglichkeit, den Tieren eine angenehme Umgebungsatmosphäre im Terrarium zu schaffen, ist die Verwendung von Heizmatten unter dem Terrariumboden. Man sollte aber bedenken, dass viele Echsen und andere Terrarienbewohner auch überhitzen können, wenn der Boden dauerhaft warm bleibt. Demzufolge sollte man das passende warme Klima bevorzugt durch eine starke Lampe herstellen und auf weitere Heizelemente verzichten. Terrarien gibt es in verschiedenen Größen und Formen, die je nach Tierart den natürlichen Lebensraum ersetzen sollten. Netzspinnen und Baumschlangen sollten in Hochterrarien untergebracht werden, die zusätzlich mit starken Zweigen ausgestattet sind, auf denen die Tiere klettern und leben können. Auch Wüstenterrarien brauchen Verschattungs- und Rückzugsstellen für die Tiere, insbesondere wenn es sich um eine Mehrtierhaltung handelt.
Nach einer Terrariumbau-Anleitung zu bauen ist insbesondere dann interessant, wenn man große Terrarien individuell in den Wohnraum integrieren möchte. Allerdings empfiehlt es sich, bei kleineren Modellen und Standardanwendungen auf fertige Terrarien zurückzugreifen, weil diese meistens auch Lampen und Thermometer als Zubehör beiliegen haben.






